Rund 70 Kilometer Spazierwege werden für die Urlauber im Winter geräumt. Sie führen ins verträumte Verwalltal, zur Rodelhütte, nach St. Jakob, Pettneu oder Schnann.
Klettern im Winter
Einzigartig in Europa ist der 850 Meter lange Winterklettersteig am Rendl. Der Einstieg liegt direkt bei der Bergstation der Riffelbahn II (2.680 m). Danach geht es über einen durchgehend mit Stahlseil gesicherten Fels- und Firngrat bis zur Vorderen Rendlspitze (2816 m). Am Ende des Winterklettersteigs warten mehrere grandiose Tourenabfahrten über Rossfall oder ins Malfon.
Mehr über Wanderungen in und um St. Anton
Der Schnee knirscht unter den Füßen, darüber hinaus hört man nur den eigenen Atem – wenn überhaupt. Viele Wanderwege, die von St. Anton am Arlberg ausgehen, führen zu entlegenen und romantischen Orten, an denen die Einsamkeit der Bergwelt spürbar wird. Die gigantischen Felsriesen bilden eine unvergleichliche Kulisse in der traumhaft verschneiten Winterlandschaft. Insgesamt steht den Gästen ein 70 Kilometer langes geräumtes und bestens ausgeschildertes Wegenetz zur Verfügung, um die Natur bei einem entspannten Spaziergang oder einer ausgedehnten Wanderung zu genießen.
Zu den Highlights zählt die Wanderung ins Verwalltal. Auf der alten Arlbergstraße führt der Weg zunächst steil bergauf bis zum Mooserkreuz, hier ist der bedeutendste Höhenunterschied der insgesamt 14 Kilometer langen Route geschafft. Nach einem Stop im Rasthaus Verwall wartet der romantisch gelegene Verwallsee, eingebettet in unbeschreiblich schöne Natur - es lohnt sich, ihn zu umrunden.
Besonders empfehlenswert ist auch die 20 Kilometer lange Rosanna-Wanderung: Am Fluss Rosanna entlang geht es mit wenig Gefälle bis nach Pettneu und weiter zum kleinen Tiroler Örtchen Schnann und wieder zurück. Bei ausreichender Kälte bietet sich hier ein herrliches Naturschauspiel: In den Wildbach hinein modelliert sind zauberhafte Eisgebilde, die Erlen am Ufer sind mit Eiskristallen überzogen und glitzern bei Sonneneinstrahlung.
Auch der historische Jakobusweg mit seinem ständigen Auf und Ab ist im Winter äußerst reizvoll. Auf der Sonnenseite des Stanzertales führt die Wanderung bis zum St. Antoner Ortsteil St. Jakob. Hier kann man seine Gedanken in die Zeit der Pilger zurück schweifen lassen, während man die landschaftlichen Eindrücke in sich aufnimmt. Hin und zurück sind es sieben Kilometer, der Anschluss an weitere Strecken des Wegenetzes jedoch ist möglich.
Wer sich das winterliche St. Anton am Arlberg und das verschneite Stanzertal von oben betrachten möchte, macht sich auf den Weg zur Rodelhütte. Zuerst führt der Pfad entlang der alten Bahntrasse bis zur Nassereinbahn, dann geht’s stetig bergauf bis zum Ende der Nassereiner Straße. Auf der Rodelbahn sind 200 Meter Höhenunterschied zu überwinden – eine Anstrengung, die mit einem wunderschönen Ausblick belohnt wird. Wer mag, legt noch eine Schlittenfahrt ein oder wärmt sich vor dem offenen Feuer in der urigen Rodelhütte auf, bevor es wieder auf den zwei Kilometer langen Rückweg geht.