Wintercamping im Dachzelt – funktioniert das?

Wärme ist das A und O

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Immer mehr Skifahrer entschließen sich dazu, auch ihren Winterurlaub auf dem Campingplatz zu genießen. Viele Skigebiete wie etwa der berühmte WM-Austragungsort Schladming in Österreich haben einen Stellplatz in unmittelbarer Nähe zu den Pisten. Die meisten Urlauber verbringen die Nacht dabei im Wohnwagen oder in ihrem Camper, doch funktioniert das Wintercamping auch mit einem Dachzelt auf dem Auto?

Die Qualität des Dachzeltes ist wichtig

Der erste Schritt, um auch eine kalte Winternacht auf dem Dach seines eigenen Autos gut zu überstehen, ist der Kauf eines entsprechend hochwertigen Dachzeltes. Renommierte Anbieter wie beispielsweise Gordigear oder Fjordsen haben ein umfangreiches Sortiment für alle möglichen Einsatzzwecke.

Als Budget sollten dafür allerdings mindestens 1.000 Euro kalkuliert werden. Ein Schnäppchen bereut man zumeist schon in der ersten Nacht, vor allem im Winter. Wer auch noch die Skiausrüstung im Zelt verstauen möchte, sollte sich für ein Modell mit Vorzelt entscheiden.

So kommt auch im Winter wohlige Wärme in das Dachzelt

Die eigene Körpertemperatur reicht in der kalten Jahreszeit nicht aus, um das Zelt langfristig zu erwärmen. Damit sich die Kälte nicht schon vorher im Zelt einnisten kann, empfiehlt es sich, es erst kurz vor dem Schlafengehen aufzukurbeln. Decken und Kissen sollten besser im Auto aufbewahrt werden. Wer untertags mit dem Auto unterwegs ist, wärmt dadurch auch die Schlafutensilien ein wenig auf.

Als Kleidung empfiehlt sich das Zwiebelprinzip. Am Anfang der Nacht ist es im Schlafsack oftmals noch sehr kalt, doch im Laufe der Zeit wärmt er sich durch die Körperwärme auf. Dann ist es möglich, sich von der obersten Schicht seiner Kleidung zu befreien.

Wer sich in der Nacht nur sehr schwer erwärmen kann, sollte als unterste Schicht Funktionskleidung oder Skiunterwäsche tragen. Die Kleidung, die während der Nacht ausgezogen wird, sollte am Fußende aufbewahrt werden. So kann sie immer noch die Füße wärmen und fühlt sich beim Anziehen am Morgen auch nicht gleich wieder kalt an.

Entgegen hartnäckiger Gerüchte ist Alkohol übrigens kein geeignetes Frostschutzmittel. Ein oder zwei Glühweinchen sorgen zwar zunächst für ein behagliches Wärmegefühl, doch dadurch erweitern sich auch die Zellen. Das sorgt dafür, dass das Blut schneller an die Hautoberfläche gelangt und der Körper auskühlt. Und auch die Blase kann in einer kalten Nacht zu einem Problem werden.