Deutschlands höchste Ausstellung erzählt die Geschichte der Zugspitze
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Von der Erstbesteigung vor 185 Jahren bis heute

Filme, Fotos und kuriose Exponate dokumentieren die Erfolgsstory.
Der riesige Schuh aus geflochtenem Stroh, der die Zugführer vor der eisigen Kälte schützte. Das Warnhorn aus Messing, das fast 60 Jahre lang auf der Strecke der Zahnradbahn als Gefahr-Signal im Einsatz gewesen ist. Das vergilbte Buch mit den gezeichneten Konstruktionsplänen der Zahnrad-Züge – außergewöhnliche und zum Teil kuriose Exponate erzählen neben Fotos und Dokumentarfilmen im Gipfelhaus die Geschichte des höchsten Deutschen Berges.

Die einzigartige Dauer-Ausstellung, die ab sofort ihre Tore für Zugspitzbesucher öffnet, zeigt die historische und technische Entwicklung des höchsten deutschen Berges. Von der Erstbesteigung durch den Bayerischen Leutnant Josef Naus vor 185 Jahren bis heute. Um pünktlich zum Jubiläumsjahr der Zahnradbahn eine bis dato einmalige Sammlung zusammenzustellen, wurden nicht nur die Archive durchstöbert und die hauseigenen Vitrinen geleert. „Einige Exponate wie den Strohschuh haben wir eher zufällig im Lager der Zahnradbahn gefunden,“ so Stephanie Vogel von der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG. Manche der wertvollen Bilder stammen sogar aus den privaten Alben von Bürgern und sind nun erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen.

Neben vergilbten Fotos, alten Tickets, Schaffnerzangen und Telefonen aus den Anfangsjahren des Zugspitz-Tourismus, gibt es packende Dokumentationen zu sehen. Wie zum Beispiel den Film über den spektakulären Bau der Gletscherseilbahn vom SonnAlpin zum Gipfel in den 80er Jahren. Allein der Aufbau des Krans in rund 3000 Metern Höhe erwies sich als spektakulärer Drahtseilakt. Die neue Seilbahn ermöglichte es Wintersportlern, aus dem Skigebiet hinauf zum Gipfel zu gelangen. Gleichzeitig verlegte die Bayerische Zugspitzbahn mit dem Bau des Rosi-Tunnels den Endbahnhof der Zahnradbahn ins Herz des Skigebietes, dem heutigen SonnAlpin. Für den 1000 Meter langen Anbau stand übrigens die ehemalige Skirennläuferin und mehrfache Gold-Medaillengewinnerin aus Garmisch-Partenkirchen, Rosi Mittermaier, Patin.

Wer sich auf die Spuren der mutigen Männer begeben möchte, die vor fast 75 Jahren den Tunnel der Zahnradbahn durch das Zugspitzmassiv bauten, braucht nur wenige Meter weiter zu gehen. Dort erfährt der Besucher mehr über das karge Leben in den kleinen Holzhüten, die wie Schwalbennester am steilen Zugspitz-Massiv hingen. Bis zu 2500 Männer arbeiteten täglich am und im Berg, trieben von außen kurze Stollen in den Felsen und bauten von diesen Löchern aus Teiltunnel, die dann miteinander verbunden wurden. Auf der Fahrt mit der Eibsee-Seilbahn kann man die Stollenfenster heute noch gut erkennen.

Von der harten Arbeit in schwindelerregender Höhe und eisiger Kälte zeugen zahlreiche Fotos, die einen dem Tunnel nachempfundenen Gang säumen. Wie in den Holzhütten schallt auch in der Ausstellung ein zeitgenössisches Radio-Programm mit A-Capella-Klängen wie „Veronika, der Lenz ist da“ aus Lautsprechern. Damals war das Radio einziges Unterhaltungsprogramm für die Männer, die zum Teil mehrere Monate lang am Stück in den Unterkünften blieben.

Am Ende des Ganges kann man dann den Blick über ein künstliches Winter-Panorama des heutigen Gletscherskigebietes mit seinen 22 Pistenkilometern schweifen lassen – nachempfunden dem Blick von der Terrasse des Schneefernerhauses unterhalb des Gipfels. Gleich daneben laden Fotos und Plakate dazu ein, in den Wintersport-Tourismus früherer Zeiten einzutauchen. Frauen, die im Look der 50er Jahre auf der Zugspitze Ski fahren. Die „Damen-Abfahrt“ oder die „Kanonen-Piste“, den heutigen Aspen-Run, herabsausen. Damals wie heute war Deutschlands höchster Berg übrigens ein beliebter Ort für Foto-Shootings und Treffpunkt für internationale Berühmtheiten. Sogar der Jordanische König Hussein und seine amerikanische Frau Noor genossen in den 70er Jahren einen Wintersporturlaub auf dem Zugspitzgletscher. Sie residierten unterhalb des Gipfelkreuzes im Luxus-Hotel Schneefernerhaus, das heute keine Touristen mehr, sondern wissenschaftliche Forschungsstationen wie den Deutschen Wetterdienst und das Bundesumweltamt beherbergt.

Heimlicher Star der neuen Ausstellung ist die Zahnradbahn, die in diesem Jahr ihr 75. Dienstjubiläum feiert. Ein Teilstück der Schienen und ein original Zahnrad demonstrieren die außergewöhnliche Technik, mit der sich die Züge den Berg heraufkrallen. Weltweit sind nur noch wenige Zahnradbahnen im Einsatz, eine davon ruckelt in Rio de Janeiro hinauf zur berühmten Jesus-Statue, dem Wahrzeichen der Stadt. Bis zu 25 Prozent Steigung meistern die Bahnen mühelos auf dem Weg vom Bahnhof Grainau hinauf aufs Zugspitzplatt.

Wer ein bisschen schneller auf den Gipfel gelangen möchte, den bringt seit 1963 die Eibseeseilbahn in neun Minuten auf fast 3000 Meter. Oben angekommen sind es nur wenige Treppenstufen zur Ausstellung, in der man übrigens auch alles über Technik und Bau einer der spektakulärsten Seilbahnen Europas erfahren kann. Der Eintritt ist kostenlos, die Öffnungszeiten richten sich nach dem Bahn-Betrieb.

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