Willkommen im Harz
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Nicht nur der deutsche Süden hat nette Skigebiete



Beim Wunsch nach einem Skiurlaub in Deutschland kommen den meisten Menschen lediglich die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayer und Thüringen in den Sinn. Dabei gibt es auch in Mitteldeutschland einige Regionen, die für einen sportlichen Winterurlaub äußerst interessant sind. Einer der Hotspots für vielseitige Skifahrer ist der Harz.

Was sind die bekanntesten Skigebiete in Sachsen-Anhalt?
Die schönsten Skigebiete in Deutschlands Mitte befinden sich an den Flanken des Brockens, dessen Gipfel bis auf eine Höhe von rund 1.141 Metern über dem Meeresspiegel in den Himmel ragt. Er ist der höchste Punkt nicht nur im Nationalpark Harz, sondern hält den Spitzenplatz bei den höchsten Bergen in der Nordhälfte Deutschlands. Wer sich beispielsweise bei Snowtimes ein Quartier in Schierke sucht, darf seinen Winterurlaub an den Südostflanken des Brockens verbringen. Schierke gilt zutreffend als eines der wichtigsten Zentren des Langlaufs in Ostdeutschland. Hier stehen mehr als vierzig Loipenkilometer zur Auswahl. Selbstverständlich müssen die Gäste die Langlaufausrüstung nicht mitschleppen, sondern können sie auf Wunsch auch vor Ort ausleihen.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts trug Schierke den Beinamen „St. Moritz des Nordens“. Auch für Abwechslung zum Tag auf den Brettern ist hier gut gesorgt. So lockt beispielsweise eine Fahrt mit der Brockenbahn bis auf den Gipfel des Bergs. Sie durfte im Jahr 1998 ihr hundertjähriges Bestehen feiern. Die normalen Züge vermitteln mit ihren Dampfloks noch historisches Flair. Einzig die Schneeräumzüge sind mit Dieselloks unterwegs.

Thale ist ebenfalls einen Winterurlaub wert
Am Fuße des Brockens liegt außerdem das kleine Städtchen Thale. Auch hier fühlen sich Skiwanderer und Schneeschuhläufer besonders wohl. Dafür sorgt die Lage am Ursprung des Bodetals. Zeitweise war Thale auch ein Solebad. Allerdings wurde das „Hubertusbad“ wegen der häufigen Hochwasserschäden durch die Bode in den 1980er Jahren endgültig geschlossen. Langeweile muss beim Winterurlaub in Thale auch dann nicht aufkommen, wenn die Gäste gerade keine Lust auf Spaß im Schnee haben. Für Kurzweil sorgen beispielsweise das Hüttenmuseum und das DDR-Museum. Die Walpurgishalle ist ebenfalls ein guter Anlaufpunkt für neugierige Gäste. Wer sich eher für sakrale Bauwerke interessiert, ist am Kloster Wendhusen an einer guten Adresse. Eine Fahrt mit der Bodetal-Seilbahn zum Hexentanzplatz sollte genauso auf der Ausflugsliste für den Winterurlaub in Thale stehen.

Welche Orte sind in Sachsen-Anhalt für den Urlaub im Schnee noch interessant?
Rund um Wernigerode gibt es unzählige gepflegte und beschilderte Wege, die sich für winterliche Wanderungen auf Langlaufski und Schneeschuhen eignen. In der Stadt selbst kommen vor allem die Freunde der historischen Fachwerkarchitektur voll auf ihre Kosten. Zu Zeiten der ehemaligen DDR gehörte das Rathaus von Wernigerode zu den beliebtesten Hochzeitslocations. Das Skigebiet „Zwölfmorgental“ ist sehr klein, aber ein guter Anlaufpunkt für Familien mit Kindern. Wer beim Langlauf gespurte Loipen bevorzugt, ist hier ebenfalls gut aufgehoben. Für Abwechslung sorgen hier: der „Planetenweg“, der Wildpark „Christianental“ und der „Hasseröder Ferienpark“. Gäste, die sich im Urlaub weiterbilden möchten, können das beispielsweise im Luftfahrtmuseum, im Harzmuseum oder im Feuerwehrmuseum tun.

Touristen, die im Winterurlaub vom täglichen Stress komplett abschalten wollen, sollten sich den Harzgeroder Stadtteil Alexisbad ein wenig genauer anschauen. Hier gibt es ganzjährig mehr Touristen als Einheimische. Von dem ruhigen Ferienort aus sind Tagesausflüge nach Güntersberge, Harzgerode, Quedlinburg und Ballenstedt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln überhaupt kein Problem. Diesen Vorteil nutzte zu DDR-Zeiten bereits die Deutsche Reichbahn, denn sie betrieb hier ein großes Ferienheim direkt am romantischen Ufer der Selke. Dadurch muss es auch nicht wundern, dass Alexisbad der Knotenpunkt der diversen Streckenführungen der Selketalbahn ist. Die kleine Kommune mit nicht einmal fünfzig dauerhaften Bewohnern eignet sich vor allem als Urlaubsquartier für Skilangläufer und Schneeschuhwanderer. Kinder dürften im Winterurlaub Freude an den zahlreichen Rodelgelegenheiten haben, die „Mutter Natur“ höchstpersönlich bereitstellt.

Der Harz im Winter ist eine Reise wert. Foto: pixabay.com/andreaswdnr26
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