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Skivergnügen und Klimawandel – die Ski-WM 2019 startet



Vom 5. bis 17. Februar geht es bei den alpinen Skirennläufern um Medaillen. Während der Ski-WM in Åre kämpfen Sportler zahlreicher Nationen um den Weltmeistertitel. Während die Ski-Asse sich im Minutentakt gegenüber der Konkurrenz durchsetzen müssen, hoffen die Veranstalter auf Unterstützung des Himmels. Überall ist die Angst vor den negativen Folgen des Klimawandels spürbar. Schneereiche Winter sind zur Seltenheit geworden.

Alpinsport und Schnee
Für Skiorte ist Schneemangel der blanke Horror. Der Klimawandel wirkt sich sehr negativ auf sie aus und führt zu wirtschaftlichen Einbußen. Auch die Folgen der ausgedehnten Waldrodungen sind nicht zu unterschätzen – es kommt leichter zu Lawinenabgängen. Andererseits sind gerade Alpinsportler vom Schnee abhängig. Und so wird der weißen Pracht mit Schneekanonen nachgeholfen.

Kunstschnee und Klimaschutz
Nun ist Åre nicht nur ein sehr beliebtes Skigebiet, sondern auch ein schneesicheres. Dennoch muss auch der schwedische Austragungsort der Ski-WM auf Schneekanonen und Pistenraupen zurückgreifen. Der mit großem Aufwand auf die Piste gebrachte Kunstschnee ist vielen ein Dorn im Auge, gilt Åre doch eher als nachhaltiger Skiort.

Schweden – das Synonym für Nachhaltigkeit
In Europa ist Schweden bereits Meister im Umweltschutz. Nach wie vor schützen sie ihre Natur, sodass immer noch mehr als die Hälfte der Landesfläche mit Wald bedeckt ist. So bieten sie Tieren und Pflanzen einen Schutzraum. Auch der CO₂-Bilanz kommt dies zugute. Zudem sorgt das „Waste-to-Energy“-Programm dafür, dass praktisch alle Abfälle wiederverwertet werden.

Vorzeige-Land und Sportidole
In Åre und speziell auf dem Berg Åreskutan werden die Wettbewerbe ausgetragen. Und das Gebiet möchte sich von seiner besten Seite zeigen und in Bezug auf Nachhaltigkeit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Skirennfahrer aus mehr als 60 Ländern kämpfen in fünf Disziplinen um Ruhm und Anerkennung. Ein ganz kleiner Favoritenkreis macht sich auch große Hoffnung auf die zu vergebenden Weltmeistertitel. Wer letztendlich die Medaillen umgehängt bekommt, wird sich entscheiden. Außer Können gehört auch eine gehörige Portion Glück dazu und die Bestform just an diesem Tag. Als Top-Favorit wird auch in diesem Jahr Marcel Hirscher. Der Österreicher dominiert unangefochten den Weltcup. Die deutschen Rennläufer rechnen sich keine allzu großen Chancen aus. Sie stecken teilweise in einer Krise oder hatten einen Überraschungssieg, wie Josef Ferstl. Vorzeige-Rennläufer Felix Neureuther ist noch nicht in Top-Form und denkt schon laut ans Aufhören. Die deutschen Alpinisten brauchen also eine schwächelnde Konkurrenz oder ein Wunder. Nur eingefleischte Fans oder Quotenjäger setzen derzeit auf die deutschen Alpin-Skifahrer. Wer gehört dann noch zum erweiterten Favoritenkreis? Zumindest mal die Top 5 des Weltcups, wie beispielsweise Henrik Kristoffersen und Dominik Paris.

Wie nachhaltig wird die Ski-WM?
Ob die Favoriten die WM-Titel nach Hause bringen, wird sich zeigen. Ganz sicher ist, dass sich der Gastgeber vorbildlich nachhaltig verhalten wird. Und die Skifahrer und Zuschauer werden hoffentlich mitnehmen, dass Natur und Skivergnügen keine Gegensätze sein müssen. Damit der Klimaschutz auch nach der Ski-WM nachhaltig verankert bleibt, sind alle Skifahrer gefordert:
  • CO₂-Ausstoß verringern durch Verzicht auf weite Fahrten

  • Skigebiete aussuchen, die nachhaltig handeln

  • Präparierte Pisten nicht verlassen


So bleibt der Wunsch nach einem deutschen Medaillen-Regen und dass der schwedische Nachhaltigkeits-Charakter Schule macht.
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