Anbindung von Samnaun Dorf und Laret
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Samnaun sagt Ja zur Erweiterung des Skigebiets


Der Twinliner ist die derzeit größte Verbindung von Samnaun Ravaisch ins Skigebiet. © Christian Schön

Für die Talschaft Samnaun war in den 1970-er Jahren der Entscheid für die Erschliessung des Skigebietes mit einer Bergbahn und dem Zusammenschluss zur Silvretta Arena Samnaun/Ischgl praktisch die einzige Chance, dem Tal eine künftige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und der beängstigenden Entvölkerung entgegenzuwirken. Diese Chance wurde ergriffen und im Dezember 1978 konnten die Luftseilbahn in Ravaisch und die drei Schlepplifte auf der Alp Trida eröffnet werden. In den Folgejahren entwickelte sich Samnaun positiv und die touristische Entwicklung machte den Bau eines zweiten Zubringers nötig, weil einerseits stundenlange Wartezeiten bei den Bahnen und Liften entstanden und andererseits das Risiko eines Ausfalls der Seilbahn als einzigen Zu- und Rückbringer nicht tragbar war.

Nach jahrelangen Abklärungen und Variantenstudien zur Verbesserung der Zubringersituation aus Samnaun in das Skigebiet konnte dann auf die Wintersaison 1995/96 hin die zweite Zubringerbahn – die welterste Doppelstockbahn – in Betrieb genommen werden. Die Zubringerkapazitäten wurden damit wesentlich vergrößert.

Auch die zweite Zubringerbahn musste als Kompromisslösung wiederum in Ravaisch – in der Mitte des Tales – umgesetzt werden, weil keine Zustimmung für einen anderen Standort damals möglich gewesen ist.

Seit der Inbetriebnahme der Doppelstockbahn im Jahr 1995 nahm die Zahl der Erstzutritte von Samnaun in das Skigebiet stetig zu. Im Durchschnitt halten sich heute pro Tag rund 13'000 Skifahrer in der Silvretta Skiarena auf, an Spitzentagen über 20'000 Personen. Rund ein Drittel der Gesamtfrequenzen fallen auf der Samnauner Seite an. Die Skipistenkapazität hat sich in dieser Zeit nur geringfügig erhöht, so dass die Pisten heute teilweise überfüllt sind, was auch zu einer Zunahme der Unfallgefahr führt. Auf Samnauner Seite ist vor allem der Raum Alp Trida bezüglich Pistenraum an seine Grenzen gestossen.

Beide Talabfahrten nach Samnaun und Laret hingegen sind aufgrund der fehlenden direkten Rückbringer in das Skigebiet noch stark untergenutzt. In den vergangenen Jahren hat sich die Entwicklung der Logiernächte in Samnaun im Gegensatz zum Partner Ischgl weniger gut entwickelt. Ein wesentlicher Grund für diese unterschiedliche Entwicklung der Logiernächte von Samnaun und Ischgl ist unter anderem sicher die Tatsache, dass die Beherbergungsbetriebe in Ischgl besser an das Skigebiet angebunden sind. Dadurch sind die Wege der Gäste zwischen Beherbergungsbetrieb und Skianlagen kürzer und bequemer als in Samnaun. Zudem ist Samnaun aufgrund der geografischen Lage im Vergleich zu Ischgl für Skifahrer aus dem Schweizer Mittelland, Österreich und Deutschland durch längere Anfahrtswege benachteiligt. Nicht zuletzt ist Samnaun auch anfällig auf Wechselkursschwankungen, was sich insbesondere mit dem Einbruch des Eurokurses in den Jahren 2011 und 2015 auf rückläufige Logiernächte auswirkte. Das Angebot in Samnaun muss besser sein als dasjenige anderer Winterdestinationen, um diese Nachteile aufzuwiegen.

Auch steht heute bei einem allfälligen Ausfall der Doppelstockbahn lediglich die alte Bahn (aus dem Jahr 1978) als Transportmöglichkeit in das Skigebiet zur Verfügung. Die enormen Wartezeiten, die entstehen würden, wären für die Gäste inakzeptabel, der Schaden für Samnaun wäre immens.

Für Samnaun gilt es nun, die Attraktivität des Skigebietes so zu steigern, dass auch wieder neue Betten gebaut und die bestehenden besser ausgelastet werden. Dazu gehört eine zeitgerechte Anbindung der Betriebe und der Talabfahrten an die Zubringerbahnen sowie moderne, wetterunabhängigere Transportanlagen. Dafür sollen folgende neue Bahnanlagen umgesetzt werden:

  • 3-Seil-Grosskabinen-Umlaufbahn, Samnaun Dorf – Salaaser Kopf
  • 10er-Einseil-Kabinen-Umlaufbahn, Laret – Chams – Muller
  • 6er-Sesselbahn Ravaischer Salaas (Morell) – Greitspitz
  • 6er-Sesselbahn Ravaischer Salaas (Morell) – Salaaser Kopf


Mit diesem Skigebietsausbau soll ein wegweisender Schritt in die Zukunft von Samnaun und vor allem auch fĂĽr die Samnauner Jugend gemacht werden.

Wird die 3-Seil Bahn gebaut, ist es wahrscheinlich das Aus für die 1978 gebaute erste Bahn auf den Alp Trider Sattel. Somit wäre dann natürlich auch die sehr eindrucksvolle Doppel-Seilbahn von Ravaisch Geschichte.

Das Verfahren steht natĂĽrlich noch ganz am Anfang und es sind sicherlich noch einige HĂĽrden im Genehmigungsverfahren zu nehmen.
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