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Ein Leben ohne Internet – ist das überhaupt noch möglich?


Die VerheiĂźung und die Anziehung ist groĂź im Internet. - Foto: Joshua Woroniecki auf pixabay.com (5017973)

Trotz immer wiederkehrender Meldungen von Datenklau und -missbrauchsfällen wollen die meisten Menschen heute nicht mehr auf das Internet verzichten. Bereits eine Umfrage im Jahr 2016 stellte fest, dass die Deutschen die Vorteile und den Nutzen höher bewerten als die Risiken. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Immerhin ist heutzutage fast alles über das Internet möglich. Vom Einkaufen über das Buchen einer Reise bis zum Besuch im Casino. Für Letzteres haben interessierte Spieler eine riesige Auswahl an Online Casinos wie beispielsweise dem Book of Ra Online Casino.

Bei den ganzen Vorzügen, die das World Wide Web bietet, stellt sich die Frage, ob ein Leben ohne Internet überhaupt noch möglich ist.

Der digitale Wandel und die daraus resultierende Abhängigkeit


Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie hat sich der digitale Wandel noch einmal verstärkt. Arbeiten im Homeoffice wurde in vielen Unternehmen zur Normalität, Schüler wurden im Homeschooling unterrichtet. Als die meisten Geschäfte und andere Einrichtungen aufgrund des Lockdowns geschlossen waren, griffen viele auf die Möglichkeiten im Internet zurück. Dadurch hatten viele das Gefühl, nicht komplett von der Außenwelt abgeschnitten zu sein und auch in einer Zeit mit Kontaktbeschränkungen mit Freunden und Verwandten im Austausch zu bleiben.

Gerade im Arbeitsbereich besteht die Gefahr, dass man schnell abgehängt wird, wenn die Affinität für das Internet nicht oder nur bedingt vorhanden ist. Online Konferenzen, der Austausch von Dokumenten über das Internet – all das wird inzwischen von vielen Unternehmen als Standard vorausgesetzt.

Kinder und Jugendliche dagegen wachsen mit dem Internet und den sozialen Medien auf. Hier ist das Konsumverhalten der verschiedenen Online Medien teilweise sogar so hoch, dass eine Internetsucht das Ergebnis ist. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr der Ausgrenzung, wenn nicht das neueste Online Game gespielt wird oder man keinen Account auf der angesagten Plattform besitzt.

Nicht zuletzt sind inzwischen viele Prozesse heute so aufgebaut, dass sie eine Internetnutzung voraussetzen. Bei vielen Tätigkeiten muss man sich online verifizieren, bekommt einen Code zur Online-Eingabe und so weiter. Die Liste der Tätigkeiten, die eine Online-Verbindung erfordern, ist sehr lang und sie wird die nächsten Jahre garantiert nicht kürzer werden. Stattdessen wird es immer mehr internetfähige Devices geben und die Möglichkeiten mit und durch das Internet werden weiter wachsen.

Ein Leben ohne Internet


Es ist noch gar nicht all zu lange her, seit das Internet seinen Omnipräsenz-Status erhalten hat. Noch vor wenigen Jahren wurden Filme nicht über Online-Dienste gestreamt, sondern im Fernsehprogramm angeschaut. Dort gab es auch nicht eine riesige Senderauswahl, sondern ARD, ZDF und ein drittes Programm. Auch Musik konnte nicht heruntergeladen werden sondern wurde erst als Schallplatten, später als Musikkassetten und danach als CDs gekauft. Man telefonierte mit einem kabelgebundenen Telefon und schrieb sich Briefe, die mit der Post verschickt wurden.

Blickt man auf diese Zeit zurück, sieht das nach dem heutigen Standard nach ziemlich vielen Einschränkungen aus. Dennoch gibt es auch oder gerade deswegen Menschen, die sich bewusst gegen das Internet entscheiden. Diese „Offliner“ werden von anderen gerne belächelt, allerdings sollte man, ehe vorschnell zu urteilen, die Gründe der jeweiligen Personen für deren Internet-Abstinenz kennen, denn diese können durchaus verschieden sein.

Unsicherheiten im Umgang mit dem Internet:
Vor allem ältere Menschen sind schlichtweg unsicher, wenn es um das Internet geht. Sie sind es noch gewohnt, viele Dinge analog auszuführen. Eine Überweisung beispielsweise wird am Bankschalter durchgeführt. Dort kennt man den Mitarbeiter und hat ein Vertrauen zu ihm aufgebaut. Im Internet läuft sehr viel anonym ab. Gerade ältere Nutzer bevorzugen häufig den direkten Kontakt zu Menschen, die sie im Notfall bei Fragen auch direkt ansprechen können.

Allerdings gibt es auch viele jüngere Nutzer, die einfach von den fast unendlichen Möglichkeiten im Web überfordert sind oder Angst vor Datenmissbrauch haben.

Bewusste Auszeiten:
In der immer hektischer und schneller werdenden Welt haben viele Menschen den Wunsch nach Ruhe und danach, nicht 24 Stunden am Tag erreichbar sein zu mĂĽssen. Diese Menschen nehmen sich bewusst eine Auszeit, lassen das Smartphone ausgeschaltet und verzichten auf jegliche Internetnutzung.

Dabei reicht manchen bereits ein Tag oder ein Wochenende aus, andere nehmen sich sogar eine längere Auszeit. Selbst sogenannte Mini-Offline-Times wie etwa die Vorgabe, am Essenstisch das Smartphone nicht zur Hand zu nehmen, können sich sehr positiv auswirken.

Fehlende oder schlechte Infrastruktur:
Mancherorts fehlt es schlichtweg an technischen Zugängen für eine Internetverbindung. Das ist zwar gerade bei uns in Deutschland nur sehr schwer vorstellbar, aber es gibt durchaus Regionen und Orte, die kaum bis gar nicht an das weltweite Netz angeschlossen sind.

Gerade im Ausland ist es nicht selbstverständlich, dass überall ein flächendeckendes und stabiles Netz zur Verfügung steht. In anderen Ländern wie etwa Korea herrscht eine strenge Zensur und das Internet ist nur wenigen Personen zugänglich.

Finanzielle Probleme:
In Deutschland können sich in der Regel die allermeisten Menschen einen internetfähigen Rechner und ein Smartphone leisten. Durch die Tatsache, dass es sehr viele kostenlose mobile Hotspots gibt, kann man relativ günstig surfen.
In ärmeren Ländern haben viele Menschen jedoch nicht die finanziellen Mittel, um sich ein Laptop, einen Computer oder ein internetfähiges Mobiltelefon zu leisten. Aus diesem Grund haben die schlichtweg nicht die Möglichkeit, das Internet zu nutzen.

Fazit: Die Online-Zeit ist entscheidend


Stellt man sich also die Frage, ob ein Leben ohne Internet überhaupt noch möglich ist, kann man diese zwar schon mit Ja beantworten, allerdings ist fragwürdig, wie sinnvoll das in einem technisch fortschrittlichen Land wie Deutschland ist.

Immer mehr Aktivitäten und Prozesse, sowohl im Arbeits- als auch im alltäglichen Leben, sind auf das Internet zugeschnitten. Wer sich dem Zugang komplett verwehrt, muss sich zwangsläufig die Frage stellen, ob die daraus resultierenden Konsequenzen für den Einzelnen tragbar sind.

Die beste Lösung ist sicherlich, sich über die Internet-Nutzung und vor allem auch über die Dauer der Nutzung bewusst zu sein. Kleinere Auszeiten wie etwa beim Essen, vor dem Schlafengehen oder auch mal am Wochenende sind eine gute Option, eine ausgewogene Balance zu halten.
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