Sommer Pitztal

 Sommer 
Der Fliegende Fuchs verleiht beinahe Flügel – und Schmetterlinge im Bauch! Gut gesichert im Klettergurt und mit Helm geht die wilde Fahrt auf der Seilrutsche über einen See und manchmal taucht der Fahrgast sogar ins Wasser ein. Wenn Andy den Flying Fox aufbaut, erreicht das Kinderferienprogramm im Tiroler Pitztal einen seiner der Höhepunkte. Urlaub in den Bergen macht Spaß und liegt, das belegen viele Zahlen, voll im Trend. Nordic Walking, Wandern, Klettern, Canyoning, Raften, aber auch Genießen und Entspannen am Bergsee – alles ist möglich. Wie vielfältig das Angebot ist und wie man als Familie dabei noch sparen kann, zeigt eindrucksvoll das Tiroler Pitztal, das in diesem Sommer mit dem Pitztaler Freizeitpass neue Wege geht.

Es sind nicht nur die kleinen Gästen, denen Andy Auer, Chef des Pitztaler Kinderprogramms, mit dem Trendsportgerät Flying Fox wahre Glücksmomente beschert. Auch immer mehr Erwachsene entdecken die Berge neu und von manch anderer Seite. Von besonderem Wert sind zum Beispiel im Pitztal, das sich von Imst bis zum Gletscher am Talende erstreckt, die niedrigen Pollenwerte. Saubere, frische, schadstoffarme Bergluft erhält vor allem in den Zeiten immer heißer werdender Sommermonate eine neue Qualität. Der letzte Sommer hat dies eindrucksvoll bestätigt: „Bei uns konnten viele Besucher endlich wieder aufatmen und bei herrlichem Wetter trotz der Wärme Sport treiben und wunderbar schlafen“, berichtet Gottfried Ennemoser-Hilger, der Geschäftsführer des Pitztaler Tourismusverbandes. Die Höhenlage zwischen 880 und 1.740 Metern macht das Pitztal nicht nur für Allergiker zum idealen Feriengebiet.

Neben klarer Luft kann das Tal mit weiteren Pfunden wuchern: Sauberes Wasser, eine traumhafte Bergkulisse und ein ausgefeiltes touristisches Angebot sind jene Stärken, mit denen das Pitztal, das sich erst spät dem Tourismus geöffnet hat, europaweit Punkte sammelt. „Die Natur hat uns eine wunderbare Bühne geschenkt“, formuliert es Tourismusexperte Andy Auer, „auf der wir phantasievoll spielen können.“ Die Bandbreite ist enorm. Vom fröhlich-verspielten Genusswandern bis zur sportlich ambitionierten Herausforderung in Fels und Eis reicht das Angebot.

Für alle, die nicht sofort steilste Höhen erklimmen und senkrechte Wände erstürmen wollen (oder können), ist der soeben neu kreierte Pitztaler Freizeitpass der ideale und vor allem kostenfreie Begleiter. Bereits bei der Buchung erhält jeder Pitztal-Urlauber dieses neue Ausweispapier, das Türen öffnet und Grenzen überwindet. Zum Beispiel kann man mit ihm alle Wander- und Badebusse kostenlos benutzen. Auf die kleinen Gäste wartet Großes: „Pitzis Kinder Club“. Das an drei Standorten im Tal angesiedelte Kinderprogramm zählt ebenfalls zum Angebot, das unter dem Motto „Viel inklusive“ neue Wege geht.

Bei Pitzi fühlen sich alle Kinder wohl. Vor allem, weil das Programmangebot den Altersgruppen angepasst ist. Die sogenannten Minis, Pitztal-Gäste zwischen drei und sechs Jahren, erleben spielerisch die Natur. Sie sind als Walddetektive unterwegs, basteln am Tiroler Bachl kleine Staudämme und begeben sich auf abenteuerliche Schatzsuche. Die älteren Geschwister zwischen sieben und zwölf Jahren mögen es da sportlicher. Folgerichtig gehen die erfahrenen Kinderbetreuer und Wanderführer mit ihnen zum Schnupper-Klettern, auf Bergsafari, zum Kinderrafting und besteigen den Flying Fox. Das Gros der Kinderprogramme ist im Freizeitpass enthalten, für besondere Aktivprogramme wie Canyoning oder Rafting wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Der neue Freizeitpass bringt auch die erwachsenen Feriengäste auf Touren. Im Rahmen geführter Wanderungen können sie gemeinsam mit anderen und begleitet von kundigen Führern die Pitztaler Bergwelt erkunden – gemütlich bei der Hüttentour oder auch etwas anstrengender durch Schluchten und hinauf auf einen der Gipfel. Tirols höchster Berg, die Wildspitze, ist ebenfalls einen Besuch wert.

Es sind nicht nur die Ausflüge auf Schusters Rappen, die das Pitztal so interessant machen. Die Pitztaler Bike-Route führt beispielsweise auf einer Streckenlänge von 42 Kilometern auf ausgeschilderten Wegen durch das Tal. Der Höhenunterschied von rund 1.400 Meter lässt sich ganz bequem genießen – indem man nämlich vom Talende in Mittelberg genüsslich talauswärts und somit abwärts rollt. 94 Meter über der Pitzenklamm spannt sich die Brücke, die als „Sprungbrett“ fürs Bungeejumping dient. Adrenalin pur verheißt dieses Abenteuer. Zu den prominenten “Fliegern” zählt Benni Raich, der im Pitztal aufgewachsene und wohnende Skistar. Wer den Sprung nicht alleine wagen will, kann sich in die Hände eines Profis begeben und mit ihm einen Tandemjump absolvieren.

„Viel inklusive“ bedeutet im Pitztal auch eine gehörige Portion Kultur und Brauchtum. So kann man in der alten Mühle in Jerzens – auch dies ein Bestandteil des Freizeitpasses - einheimischen Bäuerinnen beim Brotbacken zuschauen und manchen Tipp bekommen. Einen Höhepunkt im Kulturangebot bildet die Pitztaler Klangwolke, die heuer vom 27. Juni bis zum 4. Juli stattfindet. Neben einem attraktiven Wochenprogramm steht ein Wettbewerb im Mittelpunkt, bei dem die besten Blaskapellen Europas antreten. Und Anfang August offerieren die Pitztaler ein weiteres neues Schmankerl: Dann wird der neue Almenweg eröffnet, eine traumhafte Route zu fünf Pitztaler Almen, wo die Kühe im Sommer Urlaub machen.
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