Zusammenschluss im Plan
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Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau


Die neue Talstation in Inneralpbach. Bild: Alpbachtal Seenland Tourismus

„Wir liegen im Zeitplan“, bestätigt Peter Hausberger, der Geschäftsführer der Alpbacher Bergbahnen. „Der Schnee kann kommen.“ Aber um die vorgegebenen Limits zu schaffen, wurde den Zuständigen alles abverlangt. In nur sechs Stunden konnten alle 19 Liftstützen aufgestellt werden. „Eine Meisterleistung an Planung und eine perfekte Umsetzung durch das Team“, wie Hausberger seinen Mitarbeitern attestiert. Und das ist gut so, denn das 13,5 Millionen Euro teure Projekt wird das „Ski Juwel“ unter die Top Ten von Tirols Skigebieten katapultieren. Die Tal- und Bergstation sind fertiggestellt. Bei der Mittelstation fehlt nur noch die Elektrifizierung, denn das Seil führt bereits von Inneralpbach bis zur Bergstation auf den Schatzberg.

Mit dem „Ski Juwel“ haben sich die Touristiker vor Ort einen lang gehegten Traum erfüllt. Durch den Zusammenschluss wachsen die Skigebiete Alpbachtal und Wildschönau auf insgesamt 145 Pistenkilometer mit 47 Liftanlagen an. Die Anstrengungen scheinen sich zu lohnen. „Die Buchungen für den kommenden Winter laufen sehr gut an“, sagt Tourismus-Chef der Region Alpbachtal Seenland Markus Kofler. Aber auch in der Wildschönau ist das Interesse am neuen Skigebiet klar spürbar.

Der Verbindungslift besteht aus zwei von einander unabhängig betreibbaren Gondelbahnen, die in der Mittelstation mit Durchfahrtsbetrieb verbunden sind.
Die Talstation der Verbindungsbahn liegt auf gleicher Höhe, 70 Meter neben der Pöglbahn in Inneralpbach. Hier wird auch ein Tellerlift errichtet, um Anfängern den Einstieg in die Freuden des Skifahrens zu ermöglichen. Von dort aus führt die neue Gondelbahn bis unter die Pechalm auf den Schatzberg. Die Förderleistung beträgt 2000 Personen pro Stunde, diese könne auf 2400 ausgeweitet werden. Die neue Piste vom Schatzberg bis zur Mittelstation Pechalm bietet auf zwei Kilometern ein anspruchsvolles Fahrvergnügen für geübte Fahrer. Und 30 Schneelanzen garantieren eine reibungslose Saison.

Die Kosten für das neue Projekt werden von beiden Bergbahngesellschaften zu gleichen Teilen übernommen. Einigen konnte man sich auch über die Verteilung der Arbeiten. Die Alpbacher Bergbahnen stellen mit acht Leuten das Personal, die Wildschönau sichert die Erhaltung der Pisten. Ein kleines Problem muss bis zur beginnenden Saison noch gelöst werden. Für die Busverbindung zwischen den Tälern gibt es noch kein klares Konzept. „Aber wo ein Wille ist“, so Hausberger, „da wird sich auch ein Weg finden lassen.“

Die Betreiber erwarten, dass die Umsätze durch das „Ski Juwel“ um bis zu 15 Prozent zulegen werden. Die neu lukrierten Mittel können dann in die Sanierung der bestehenden Anlagen investiert werden. Apropos Finanz: Wer die Saisonkarte im Vorverkauf erwirbt, spart fünf Prozent ein. Der Preis von 342,- Euro liegt deutlich unter den Angeboten von vergleichbaren Skigebieten.

„Größer, besser, billiger“, damit könne man sich am Markt behaupten, meint Tourismuschef Markus Kofler. Fehlt nur noch der Schnee, dann werden die Winteropenings am 14. Dezember in beiden Tälern erfolgreich starten.
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